Am 8. März – dem Internationalen Frauentag – gehen weltweit Menschen auf die Straße, um für Geschlechtergerechtigkeit, Selbstbestimmung und ein Leben frei von Gewalt zu kämpfen. Auch in Darmstadt wurde an diesem wichtigen Datum ein starkes Zeichen gesetzt: Am 08. und 09. März fanden zahlreiche Veranstaltungen statt, die nicht nur auf Missstände aufmerksam machten, sondern auch Raum für Austausch, Vernetzung und Solidarität boten.
Warum der 8. März so wichtig ist
Der Internationale Frauentag steht für weit mehr als symbolische Anerkennung. Er ist ein Tag des Protests und der Forderungen:
- Für körperliche und sexuelle Selbstbestimmung
- Für ein Leben ohne patriarchale Gewalt
- Für faire Verteilung von Ressourcen, Macht und Teilhabe
- Gegen Krieg, Ausbeutung und Diskriminierung
Weltweit kämpfen Feminist:innen solidarisch für eine gerechtere Gesellschaft – und Darmstadt war Teil dieser Bewegung.
Feministischer Streik in Darmstadt: Gemeinsam laut werden
Am 8. März zog ein Demozug von 10 bis 12 Uhr durch die Darmstädter Innenstadt. Organisiert wurde die Aktion unter anderem vom Töchter Kollektiv, das sich für die Rechte von Menschen einsetzt, die von patriarchaler Gewalt, Ungleichheit und Ausbeutung betroffen sind.
Die Demonstration war geprägt von starken Botschaften, kreativen Aktionen und einer klaren Haltung: #ohneunsstehtallesstill
Ein besonderes Zeichen setzten einige Teilnehmenden mit den Streiktüchern von hunderttausendmütter – ein Symbol für die oft unsichtbare, aber unverzichtbare Arbeit von Müttern.
Unsichtbare Care-Arbeit sichtbar machen
Ein zentrales Thema des Streiks war die unbezahlte Care-Arbeit, die überwiegend von Frauen geleistet wird. Ob Kinderbetreuung, Pflege oder Haushaltsarbeit – diese Tätigkeiten sind essenziell für unsere Gesellschaft und werden dennoch kaum anerkannt.
Viele Mütter brachten es auf den Punkt:
Wir leisten jeden Tag unermüdlich Care-Arbeit – und bekommen oft nicht einmal ein Danke.
Der Streik machte deutlich: Ohne diese Arbeit würde unsere Gesellschaft stillstehen.
Vernetzung, Austausch und Solidarität
Neben der Demonstration fanden am 08. und 09. März in Darmstadt weitere Veranstaltungen statt. Diese boten Raum für:
- Austausch von Erfahrungen
- Politische Bildung
- Stärkung feministischer Netzwerke
- Gemeinsame Strategien für Veränderung
Wer sich weiter informieren oder vernetzen möchte, findet aktuelle Infos und Eindrücke auf Instagram unter: @feministischer_streik_da
Fazit: Feminismus bleibt notwendig
Der Feministische Streik in Darmstadt zeigt eindrucksvoll:
Der Kampf für Gleichberechtigung ist noch lange nicht vorbei. Doch gemeinsam, laut und solidarisch können wir Veränderungen anstoßen.
Gerade Initiativen wie das Töchter Kollektiv oder Bewegungen wie hunderttausendmütter machen deutlich, wie wichtig es ist, unsichtbare Arbeit sichtbar zu machen und strukturelle Ungleichheiten zu benennen.
Weitere Infos über die feministischen Aktionstage in Darmstadt: https://www.tu-darmstadt.de/gleichstellungsbeauftragte/organisation/aktuelles_13/details_gleichstellungsbeauftragte_549184.de.jsp